Sie glauben an Engel, Herr Drowak?

Premiere am Mittwoch (18.2.) um 20:00 Uhr in Saal 1! Wir begrüßen Luna Wedler und Lars Eidinger!

... ab 19. Februar täglich in Saal 2!

D/CH 2024

Regie: Nicolas Steiner

Mit: Luna Wedler, Karl Markovics, Lars Eidinger, Dominique Pinon, Saga Sarkola, Thelma Buabeng, Nikolai Gemel, Bettina Stucky, Jan Bülow u.a.

127 Min. FSK 12

Die lebensfrohe Studentin Lena (Luna Wedler) glaubt fest an das Glück und das Gute im Menschen. Im Rahmen eines sozialen Projekts wird sie vom Amt als Schreibtrainerin zu Hugo Drowak (Karl Markovics) geschickt, der sein Glück schon lange verloren hat und allein in einem heruntergekommenen Hochhaus lebt.

Trotz seiner notorischen Gemeinheiten gibt Lena nicht auf, ihn für den kreativen Prozess zu begeistern. Sie  ist überzeugt, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient. Widerwillig beginnt Drowak über die Liebe seines Lebens zu schreiben und weckt damit die Dämonen seiner Vergangenheit. Als Lena den Zusammenhang begreift, stellt sie sich ihnen entschlossen entgegen. (Verleih)

Das Flüstern der Wälder

... ab 19. Februar täglich in Saal 2!

(Le Chant des forêts)

FR 2025

Dokumentation

Regie: Vincent Munier

Mit: Vincent Munier, Michel Munier, Simon Munier

93 Min. FSK 0

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes, zu einem ganz besonderen Ort: einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Unter ihren Ästen scheint der alte Mann mit der Natur zu verschmelzen. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend - immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn.

Sein Sohn Vincent teilt die Faszination des Vaters seit seinem zwölften Lebensjahr. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit der Natur.

Nach der mit einem César ausgezeichneten Natur-Doku DER SCHNEELEOPARD gelingt es dem französischen Wildtierfotograf und Dokumentarfilmer Vincent Munier mit DAS FLÜSTERN DER WÄLDER, nicht nur die visuelle Pracht, sondern auch die poetischen Klänge des Waldes einzufangen. Sein Film ist eine Ode an Flora und Fauna der Vogesen, ein Brückenschlag zwischen Vater, Sohn und Enkel, zwischen Mensch und Natur, zwischen Fotografie und Film, zwischen Tag und Nacht, zwischen Persönlichem und Universellem. (Verleih)

Die sieben Samurai (1953)

... nur am 22. Februar um 11:00 Uhr in Saal 2!

(Shichinin no samurai )
JA 1953
Historienfilm.
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Akira Kurosawa, Shinobu Hashimoto, Hideo Oguni
Produktion: Sōjirō Motoki
Musik: Fumio Hayasaka
Kamera: Asakazu Nakai
Schnitt: Akira Kurosawa
Besetzung: Takashi Shimura, Toshirō Mifune, Yoshio Inaba, Seiji Miyaguchi, Minoru Chiaki, Daisuke Katō, Isao Kimura, Keiko Tsushima u.a. 
159 Minuten, s/w, FSK 16

Japanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln!

Überlängenzuschlag 1 Euro!

Sieben stellungslose Samurai-Ritter verdingen sich als Schutztruppe eines Bauerndorfes, das alljährlich von einer Räuberbande heimgesucht wird. Ihre Motivation ist unterschiedlich und ändert sich im Verlauf der Kampfhandlungen: zunächst aus Langeweile, Ruhmsucht und militärischem Ethos, später aus aufrichtiger Solidarität mit den Bauern stellen die Krieger ihre Fähigkeiten in den Dienst der Unterdrückten und opfern sich für eine ihnen fremde Sache. Den Überlebenden bleibt die bittere Erkenntnis, daß sich die Ideale der Militärkaste überlebt haben und die seßhaften Bauern die wirklichen Sieger sind. (filmdienst.de)

Die sieben Samurai wurde weltweit für zahlreiche Auszeichnungen nominiert, darunter zwei Oscars für Beste Ausstattung und Bestes Kostüm und drei British Film Academy Awards für den Besten Film und Besten ausländischen Darsteller (Toshirō Mifune und Takashi Shimura). Als Sieger ging er bei den Filmfestspielen von Venedig hervor, bei denen er den Silbernen Löwen gewann. Beim „Mainichi Eiga Concours“ gewann Seiji Miyaguchi eine Auszeichnung als bester Nebendarsteller. Auch in Finnland wurde der Film 1959 mit Preisen bedacht: Akira Kurosawa wurde als bester fremdsprachiger Regisseur, Takashi Shimura als bester fremdsprachiger Schauspieler mit dem Jussi geehrt.

"Kurosawas faszinierendes Samurai-Epos ist packendes Abenteuerdrama, episches Gedicht und philosophische Meditation zugleich. Der Film stellt aufschlußreiche psychologische Bezüge zwischen den Personen her und greift darüber hinaus in der Gegenüberstellung von Bauern und Samurai gesellschaftliche Probleme auf, die auch ethische Fragen umfassen." (Lexikon des Internationalen Films)
„Eine meisterhaft gestaltete Film-Ballade mit ergreifendem menschlichen Gehalt. Erwachsenen ausdrücklich zu empfehlen.“ (Evangelischer Film-Beobachter)

Marty Supreme

... ausnahmsweise schon ab Montag, dem 23. Februar, täglich in Saal 1!!!

(Marty Supreme)

USA 2025

Regie: Josh Safdie

Mit: Timothée Chalamet, Gwyneth Paltrow, Odessa A’zion u.v.a.

149 Min. FSK 12

Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet) hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssey eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren. Denn für den kleinen Schuhladen seines Onkels ist Martys Traum definitiv ein paar Nummern zu groß.

Timothée Chalamet begeistert als Tischtenniswunderkind und charismatischer Filou MARTY SUPREME. Unter der Regie von Josh Safdie führt uns sein weltumspannendes Abenteuer aus den Hinterhöfen von Manhattan bildgewaltig bis ins Paris, London, Kairo und Tokio der 1950er Jahre. In weiteren Rollen brillieren u.a. Gwyneth Paltrow, die hier ihr großes Leinwand-Comeback gibt, DIE NANNY-Star Fran Drescher, Neuentdeckung Odessa A’zion sowie Tyler Okonma – bekannt als Tyler, the Creator – in seiner ersten Kinorolle. (Verleih)

Father Mother Sister Brother

... ab 26. Februar täglich in Saal 2!

(Father Mother Sister Brother)

US/IR/FR 2025

Regie: Jim Jarmusch

Mit: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene, Indya Moore, Luka Sabbat, Françoise Lebrun

111 Min. FSK 12

FATHER MOTHER SISTER BROTHER ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.

In seinem neuesten Geniestreich lässt Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. FATHER MOTHER SISTER BROTHER wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. (Verleih)

KiFiMo: Super Charlie

... nur am Freitag, dem 27. Februar um 14:30 Uhr in Saal 2!

SE/DK 2024

Regie: Jon Holmberg

80 Min. FSK 6

Superkräfte haben und Heldentaten vollbringen! Nichts wünscht sich Willy mehr, als ein Superheld zu sein und gemeinsam mit seinem Papa, einem Polizisten, auf Verbrecherjagd zu gehen. Mit übernatürlichen Fähigkeiten würde er sich in der Schule endlich gegen die Älteren behaupten können und Freunde finden, davon ist Willy überzeugt. Der Traum des zehnjährigen Comic-Fans zerplatzt als sein Bruder Charlie geboren wird: Der Kleine steht nicht nur ständig im Mittelpunkt – er hat im Gegensatz zu Willy echte Superkräfte! Nur wenige Wochen alt, kann Charlie bereits sprechen, Eisstrahlen schießen und allein mit seiner Gedankenkraft ganze Lastwagen durch die Luft schleudern.

Warum nur wurde Charlie als Superheld geboren und nicht Willy? Könnte es mit dem grünen Kometenstaub zusammenhängen, den Charlie versehentlich abbekommen hat? Schon vor der Geburt drehte sich alles um das Baby, aber nun scheint Willy für seine Eltern regelrecht unsichtbar zu sein.

Die Eltern sind nur noch mit Charlie beschäftigt, hören ihm nicht mehr zu und appellieren ständig an seine Verantwortung als älterer Bruder. Wird Willy nun für immer im Schatten seines jüngeren Bruders stehen? Um das zu verhindern, beschließt Willy, niemandem etwas von Charlies übernatürlichen Kräften zu erzählen.

Als der Nachwuchsdetektiv ein Muster hinter einer Raubserie erkennt, die sein Vater als Polizist untersucht, kommen ihm Charlies Superkräfte auf einmal sehr gelegen. Gemeinsam scheinen die Brüder unschlagbar. Doch auch der Boss der Bande kam einst mit dem Kometenstaub in Berührung und bald schon stehen sich Superheld und Superschurke in einem finalen Kampf gegenüber… (Jugendkulturservice)

Dr. Mabuse, der Spieler I: Der große Spieler (1921/22)

... nur am 1. März um 20:30 Uhr in Saal 2!

DE 1921/22
Romanverfilmung.
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Fritz Lang, Thea von Harbou
Produktion: Erich Pommer
Musik: Aljoscha Zimmermann
Kamera: Carl Hoffmann
Besetzung: Rudolf Klein-Rogge, Aud Egede-Nissen, Gertrude Welcker, Alfred Abel, Bernhard Goetzke, Paul Richter, Robert Forster-Larrinaga, Hans Adalbert Schlettow, Georg John, Julius Falkenstein, Grete Berger, Anita Berber u.a.
155 Minuten, s/w, FSK 12

Überlängenzuschlag 1 Euro!

Stummfilm mit deutschen Zwischentiteln!

Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden.

Dr. Mabuse, der "Mann mit den 1000 Gesichtern", ist Wahnsinniger und Superverbrecher zugleich: Mit enormen hypnotischen Fähigkeiten und außerordentlicher Wandlungsfähigkeit ausgestattet, strebt er die Weltherrschaft an. Um sein Ziel zu erreichen, benötigt er Unmengen an Kapital, und bei dessen Beschaffung steht ihm ein großer Stab ihm höriger Mitarbeiter bei. Mabuse manipuliert die Börse, lässt Falschgeld drucken und hypnotisiert in illegalen Spielsalons seine Mitspieler, um an deren Geld zu kommen. Doch Staatsanwalt von Wenk, der hinter die Ursache der grassierenden Spielerseuche kommen will, ist Mabuse auf der Spur...

„Fritz Langs zweiteiliger Stummfilm ‚Der große Spieler – ein Bild der Zeit‘/‚Inferno, ein Spiel um Menschen unserer Zeit‘ erweist sich über seine melodramatische Kriminalgeschichte hinaus als präzise dramaturgische und formale Konstruktion, die in beinahe dokumentarischer Weise nicht nur die Lebenshaltung verschiedener Gesellschaftsschichten und die Vergnügungssucht und Dekadenz von Großbürgertum und Kleinadel attackiert, sondern auch die Bedingungen aufzeigt, unter denen eine Gesellschaft zwischen Chaos und Tyrannei einem ‚Übermenschen‘ verfallen kann.“ (Lexikon des internationalen Films)

Gelbe Briefe

... ab 5. März täglich im Filmkunst 66!

(Sarı Harfler)

D/FR/TR 2025

Regie: İlker Çatak

Mit: Özgü Namal, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas u.a.

128 Min. FSK 12

Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer), ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen.

Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen. (Verleih)

No Mercy

Am Internationalen Frauentag (8. März) um 18:00 Uhr in Saal 2!

(No Mercy)

Dokumentation

D/AU 2025

Regie: Isa Willinger

Besetzung: Catherine Breillat, Alice Diop, Valie Export u.a.

104 Min. FSK N.N.

Vielsprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln!

„No Mercy“ ist ein filmischer Befreiungsschlag. Ein energiegeladener, wilder Trip durch das revolutionäre Filmschaffen von Frauen – direkt, sinnlich, unbequem und voller Kraft.

Filme zeigen, wie wir leben. „No Mercy“ geht mitten hinein in die Fragen, die heute brennen: Wo stehen wir wirklich in Sachen Macht, Geschlecht und Freiheit – im Kino wie im Leben?

Für ihre radikale Bestandsaufnahme bringt die Filmemacherin Isa Willinger einige der bedeutendsten Regisseurinnen* unserer Zeit zusammen: Mit Céline Sciamma, Alice Diop, Joey Soloway, Nina Menkes, Valie Export, Catherine Breillat und Virginie Despentes treten erstmals wegweisende Filmemacherinnen* in einen gemeinsamen, intimen Dialog – über ihre Kunst, ihre Wut, ihre Verletzlichkeit und die Bilder, die unsere Welt prägen. Inspiriert von einer Beobachtung der Regisseurin Kira Muratova, dass Frauen in Wahrheit die härteren Filme machen, sprechen sie über Sex und Gewalt, über Demütigung und Rache, über Trauma und Lust, Zärtlichkeit und Poetik und den viel diskutierten female gaze.

Nie zuvor hat man Regisseurinnen* auf der Leinwand so offen und nah erlebt. „No Mercy“ ist schonungslos ehrlich, überraschend humorvoll, provokant und herausfordernd  –  und vor allem ein großes Kinoerlebnis.

Ein Film, der inspiriert und aufrüttelt. Ein Manifest für ein neues Sehen. (Verleih)

Jeunes Mères - Junge Mütter

... ab 5. März täglich in Saal 2!

(Jeunes mères)

BE/FR 2025

Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne

Mit: Babette Verbeek, Elsa Houben, Janaina Halloy Fokan, Lucie Laruelle, Samia Hilmi u.a.

105 Min. FSK 12

Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma leben in einem Heim für junge Mütter. Fünf Teenagerinnen, die auf ein besseres Leben für sich und ihre Babys hoffen.

„Jede Geschichte wurde entsprechend der jeweiligen Teenager-Mutter und ihrem Kind gestaltet, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Heims für junge Mütter. Was sie verbindet, ist die frühe Mutterschaft, die mit der sozialen Determinierung von Armut und bestimmten emotionalen Defiziten verbunden ist. Diese können dazu führen, dass die gleichen Verhaltensweisen von Generation zu Generation wiederholt werden. Genau davon versuchen sie sich zu befreien und erscheinen dabei einzigartig, lebendig und individuell. Sie hören in gewisser Weise auf, Figuren zu sein – und werden zu Menschen“, erzählen Jean-Pierre und Luc Dardenne. (Verleih)

Wanda (1970)

... in einer Preview am Internationalen Frauentag (8. März) um 12:00 Uhr in Saal 2!

(Wanda)

USA 1970

Regie: Barbara Loden

Mit: Barbara Loden, Michael Higgins, Dorothy Shupenes, Peter Shupenes, Jerome Thier, Marian Thier u.a.

105 Min. FSK N.N.

Englisches Original mit deutschen Untertiteln!

Barbara Loden erzählt in ihrem einzigen Spielfilm WANDA von einer Frau, die scheinbar ziellos durch das ländliche Pennsylvania zieht. Nachdem sie ihren Mann und ihre Kinder verlassen hat, treibt Wanda von Ort zu Ort, von Begegnung zu Beziehung, durch soziale und emotionale Randzonen. Als sie sich einem Kleinkriminellen anschließt, scheint sie ihre bisherige Existenz vollkommen hinter sich zu lassen, bis ein missglückter Banküberfall ihr Leben abermals in eine andere Richtung lenkt…

Barbara Loden, die Regie führte, das Drehbuch schrieb und selbst die Hauptrolle verkörperte, entwirft mit einer fast dokumentarischen Bildsprache ein radikal offenes Porträt weiblicher Existenz. Wanda ist eine Antiheldin jenseits von Opfermythen, Emanzipationsfantasien oder moralischen Bewertungen. Als leise, unbequeme Gegenstimme zum männlich dominierten New-Hollywood-Kino wirkt WANDA noch heute erstaunlich aktuell und beeinflusste zahlreiche Regisseur*innen und Schauspieler*innen wie Isabelle Huppert, Nan Goldin, Marguerite Duras oder Christian Petzold. Ein Stück zeitloses Kino über weibliche Existenz, Sichtbarkeit und radikale kreative Autonomie, aus einer Zeit, in der Regisseurinnen noch die Ausnahme waren. (Verleih)

Dr. Mabuse, der Spieler II: Inferno (1921/22)

... nur am 8. März um 20:30 Uhr in Saal 2!

DE 1921/22
Romanverfilmung.
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Fritz Lang, Thea von Harbou
Produktion: Erich Pommer
Musik: Aljoscha Zimmermann
Kamera: Carl Hoffmann
Besetzung: Paul Richter, Rudolf Klein-Rogge, Bernhard Goetzke, Alfred Abel, Aud Egede-Nissen, Gertrude Welcker, Hans Adalbert Schlettow, Georg John, Grete Berger, Julius Falkenstein, Robert Forster-Larrinaga, Anita Berber, Adele Sandrock u.a.
115 Minuten, s/w, FSK 12

Stummfilm mit deutschen Zwischentiteln!

Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden.

Die Fortsetzung des Stummfilmklassikers von Fritz Lang beginnt mit einem Mordanschlag auf Staatsanwalt von Wenk. Die Tänzerin Carozza wird verhaftet, da sie in Verdacht steht, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Als Mabuse erfährt, dass Carozza bereit ist, vor dem Staatsanwalt auszusagen, lässt er ihr Gift bringen, mit dem sie Selbstmord begeht. (filmportal.de)

Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Stummfilmen der 1920er Jahre haben sich die beiden Mabuse-Filme vollständig erhalten und wurden im Jahr 2000 von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung restauriert. Die Musikbegleitung der restaurierten Fassung wurde von Aljoscha Zimmermann neu komponiert und eingespielt. Für die ursprüngliche Fassung ist keine eigens komponierte Musik nachweisbar. 

Un poeta (OmU)

Berlin-Premiere am 11.3. um 20:00 Uhr in Saal 1! Wir freuen uns auf Hauptdarsteller Ubeimar Rios und Produzentin Katharina Bergfeld!

(Un poeta)

KOL/D/SE 2025

Regie: Simón Mesa Soto

Besetzung: Ubeimar Rios, Rebeca Andrade, Guillermo Cardona u.v.a.

123 Min. FSK N.N.

Spanisch mit deutschen Untertiteln

“Gelobt für sein meditatives Tempo und seine vielschichtige Erzählweise fängt Un Poeta die zerrissene Seele eines Schriftstellers in einer von Gewalt und Schönheit geprägten Gesellschaft ein.” – Jurypreis Un Certain Regard – Cannes 2025

„Gleichzeitig tragisch und urkomisch“ – ScreenDaily

„Satirisches Kino in Reinform“ – Film Fest Report

„Eine scharfsinnige Meta-Meditation über die Bedeutung des künstlerischen Schaffens“ – Next Best Picture

Oscars Restrepos Besessenheit von der Poesie hat ihm bislang keinen Ruhm gebracht. Er ist zum lebenden Klischee des erfolglosen Dichters geworden, launisch, oft betrunken und ständig pleite. Als er Yurlady begegnet – ein Teenager aus der sozialen Unterschicht mit erstaunlichem Talent – keimt ein Funken Licht in seinem Schattendasein auf. Seine Idee, sie beim Poesiefestival Medellins vorzustellen, scheint zu seinem nächsten großen Fehltritt zu werden. (Verleih)

Der Tod wird kommen

... ab 12. März 2026 ...

(Ma mort viendra)

DE/LUX/BE 2024

Regie: Christoph Hochhäusler

Mit: Sophie Verbeeck, Louis-Do de Lencquesaing, Marc Limpach u.a.

90 Min. FSK N.N.

Eine Killerin, ein tödlicher Auftrag, ein Netz aus Verrat und Intrigen. Christoph Hochhäuslers atmosphärischer Gangsterfilm, der als La Mort Viendra 2024 beim Locarno Film Festival seine Weltpremiere feierte, entführt in die düsteren Gassen Brüssels. In der Tradition von Jean-Pierre Melville erzählt der Film die Geschichte der Auftragsmörderin Tez, die im Auftrag des berüchtigten Gangsters Charles Mahr einen riskanten Racheplan umsetzt – bis sie selbst zur Gejagten wird. Düster, stilvoll und begleitet von einer klirrend-kalten Filmmusik, beleuchtet der Film eine Welt voller Machtspiele, Intrigen und Verrat. Ein Meisterwerk, das die Faszination des klassischen Gangsterkinos mit moderner Eleganz neu aufleben lässt.

Tez ist Auftragskillerin, doch dieser Job fordert mehr als nur ihre tödliche Präzision. Als Charles Mahr, ein legendärer Gangster, sie engagiert, den Mord an einem seiner Kuriere zu rächen, gerät Tez in ein Netz aus Verrat und Machtspielen. Sie verfolgt eine Spur, die zu einem Komplott zwischen Mahrs ehrgeizigem Rivalen De Boer und seinem engen Vertrauten Zinedine führt. Doch der Auftrag nimmt eine unerwartete Wendung, und Tez muss entscheiden, für wen sie am Ende wirklich arbeitet. (Verleih)

Spione (1928)

... nur am 15. März um 20:30 Uhr in Saal 2!

D 1928
Spionagefilm.
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Fritz Lang, Thea von Harbou
Produktion: Fritz Lang, Hermann Fellner. Josef Somló
Musik: Werner Richard Heymann
Kamera: Fritz Arno Wagner
Besetzung: Rudolf Klein-Rogge, Gerda Maurus, Willy Fritsch, Paul Hörbiger, Craighall Sherry, Fritz Rasp, Lupu Pick, Lien Deyers, Louis Ralph, Hertha von Walther, Georg John, Julius Falkenstein 
145 Minuten, s/w, FSK 0

Stummfilm mit deutschen Zwischentiteln!

Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden.

Donald Tremaine, Detektiv Nr.326, wird vom Geheimdienst auf den Chef eines internationalen Spionagerings angesetzt, der seinerseits seine Top-Agentin Sonja gegen Tremaine mobilisiert. Beide verlieben sich sofort ineinander. (filmdienst.de)

Einer von Langs formal besten Stummfilmen!

„Man sieht deutlich, wie der Film die Spannungsmittel des Romans und des Dramas hintanstellt gegenüber den Möglichkeiten, die der Kamera eigentümlich sind, wie Einstellungen, Bildausschnitte, Verbindungen von Bildern, Steigerung durch wirkungsvoll geschaute Details.“ (Wsewolod Pudowkin, 1928)

Hola Frida!

... ab 19. März täglich in Saal 2!

(Hola Frida!)

FR/CAN 2024

Regie: André Kadi, Karine Vézina

82 Min. FSK 6

Das ist die Geschichte eines ganz besonderen Mädchens. Ihr Zuhause ist Coyoacán in Mexiko – ein lebendiger Ort voller Farben, Musik und Magie. Frida ist neugierig, mutig und voller Energie. Sie beobachtet, entdeckt, träumt – und wenn das Leben ihr Schwierigkeiten in den Weg stellt, begegnet sie ihnen mit Fantasie und Kreativität. Was sie noch nicht weiß: Ihr besonderer Blick auf die Welt wird sie später zu einer der berühmtesten Künstlerinnen aller Zeiten machen.

"Hola Frida" erzählt mit Wärme, Humor und Poesie von der Kindheit Frida Kahlos – und davon, wie Fantasie Mut schenken kann. Ein farbenreiches Familienerlebnis, das berührt, inspiriert und nachklingt. (Verleih)

Maysoon

Berlin-Premiere mit Gästen Mittwoch (18.3.) um 20:00 Uhr in Saal 1 ... und ab 19. März täglich in Saal 2!

D/GR 2024

Regie: Nancy Biniadaki

Mit: Sabrina Amali, Florian Stetter, Susanne Bormann

122 Min. FSK 12

Maysoon, eine ägyptische Archäologin, die als Museumsführerin in Berlin arbeitet, lebt mit ihrem Partner Tobi und ihren beiden kleinen Kindern zusammen. Alles ist gut, sie sind eine glückliche Familie, bis Tobi nach einem Strandausflug offenbart, dass er eine Affäre hat. Maysoon muss hilflos zusehen, wie ihr mühsam wiederaufgebautes, bürgerliches Leben zerfällt. Zwischen persönlichem Verrat, bevorstehender Scheidung, bürokratischen Hürden und der drohenden Abschiebung aufgrund ihres abgelaufenen Passes holt sie zugleich die politisch aufgeladene Vergangenheit der Arabischen Frühlingstage ein. In einer Stadt, die einst Freiheit versprach, stellt sich Maysoon die Frage nach ihrem Platz in einer Gesellschaft, die scheinbar längst ohne sie weitergezogen ist. (Verleih)

Pressestimmen:

„Zwischen verlorener Liebe, bürokratischen Mauern und der Erinnerung an den Arabischen Frühling fängt Nancy Biniadaki eindrucksvoll den stillen Kampf der Hauptfigur ein.“ Blickpunkt Film

„Makellos authentisch und voller Nuancen … eine wahre Meisterleistung, die in die Seele einer Figur und das Herz einer Geschichte vordringt, die man einfach gehört haben muss.“ Jurybegründung – Oldenburg Filmfestival: Seymour Cassel Award für Hauptdarstellerin Sabrina Amali

Frau im Mond (1928/29)

... nur am 22. März um 20:30 Uhr in Saal 2!

D 1928/29
Science-Fiction-Film.
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Thea von Harbou
Produktion: Fritz Lang
Musik: Willy Schmidt-Gentner
Kamera: Curt Courant, Otto Kanturek
Besetzung: Willy Fritsch, Gerda Maurus, Gustav von Wangenheim, Klaus Pohl, Fritz Rasp, Gustl Stark-Gstettenbaur, Tilla Durieux, Mahmud Terja Bey, Hermann Vallentin, Borwin Walth, Max Zilzer u.a.
161 Minuten, s/w, FSK 0

Überlängenzuschlag 1 Euro!

Stummfilm mit deutschen Zwischentiteln!

Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden.

Die Theorie eines Wissenschaftlers, daß auf dem Mond reiche Goldvorkommen lagern, zieht nicht nur seinen Freund, den Erbauer eines Raumschiffes, an, sondern auch den Vertreter eines Konsortiums, das die Goldwirtschaft der Erde kontrolliert. Er erpreßt seinen Mitflug. Als sich die Annahme des Wissenschaftlers bewahrheitet, kommt es zu einem dramatischen Konflikt. (filmdienst.de) 

Technischer Berater dieses phantastischen Abenteuerfilms war Hermann Oberth, der "Vater der Weltraumfahrt".

Nach der Freigabe durch die Filmzensur am 25. September 1929 wurde der Film am 15. Oktober 1929 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin uraufgeführt und von der UFA Filmverleih GmbH (Berlin) vertrieben. Bei der Premiere des Films war auch der Nobelpreisträger Albert Einstein zugegen. 

In den 1960er Jahren wurde Fritz Lang wegen seiner innovativen Verdienste mit Frau im Mond im Umfeld der US-Raumfahrt wiederholt als Ehrengast und Referent eingeladen.

Seine deutsche Fernsehpremiere hatte der Film – aufgeteilt auf zwei Abende – am 12. und 13. Juli 1969 im ZDF, also erst 40 Jahre nach seiner Uraufführung, nur Wochen vor der ersten bemannten Mondlandung. 

Fritz Lang erfand anlässlich dieses Films den Countdown, der den Start der Rakete wie bei den späteren wirklichen Mondflügen einleitet: „Als ich das Abheben der Rakete drehte, sagte ich mir: Wenn ich eins, zwei, drei, vier, zehn, fünfzig, hundert zähle, weiß das Publikum nicht, wann die losgeht. Aber wenn ich rückwärts zähle, zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins, NULL! – dann verstehen sie.“

"Auch wenn viele utopische Vorstellungen des Films heute naiv erscheinen, verblüfft der Ideenreichtum." (Lexikon des Internationalen Films)

Blue Moon

... 26. März täglich in Saal 1!

(Blue Moon)

USA 2025

Regie: Richard Linklater

Mit: Ethan Hawke, Margaret Qualley, Bobby Cannavale u.a.

100 Min. FSK N.N.

BLUE MOON erzählt die Geschichte des legendären Songwriters Lorenz Hart, dessen berufliches und privates Leben während der Premierenfeier für das Musical „Oklahoma!“, mit dem sein ehemaliger Partner, der Komponist Richard Rodgers, einen großen Erfolg feiert, ins Wanken gerät. Mit einer Vielzahl an Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Freund*innen und Protegés – eine Parade der Berühmten und derer, die es werden wollen –, werden über 100 Minuten in Echtzeit die Ereignisse in der Bar Sardi’s am Abend des 31. März 1943 geschildert. Das Ergebnis ist eine Betrachtung über Freundschaft, Kunst und Liebe.

Dem fünffach Oscar®-nominierten Regisseur Richard Linklater („Boyhood“, „Before Midnight“) gelingt es mit seinem Talent fürs Komödiantische, die Ereignisse dieses einzigartigen Abends perfekt einzufangen.

BLUE MOON besticht mit beeindruckenden Darbietungen von Ethan Hawke als Lorenz Hart, Andrew Scott als Richard Rodgers, Margaret Qualley als Harts Schützling Elizabeth und Bobby Cannavale als Barkeeper, Freund und Vertrauter von Hart. (Verleih)

Calle Malaga - Ein Zuhause in Tanger

... ab 26. März täglich in Saal 2!

(Calle Málaga)

Frankreich, Spanien, Marokko, Deutschland, Belgien 2025

Regie: Maryam Touzani

Mit: Carmen Maura, Marta Etura, Ahmed Boulane u.a.

116 Min. FSK N.N.

María Ángeles (Carmen Maura), 79, ist tief verwurzelt im spanischen Viertel von Tanger. Ihre Wohnung in der Calle Málaga – voller Erinnerungen, Blumen und antiker Schätze – ist ihr ganzer Stolz. Vom Balkon aus beobachtet sie das bunte Treiben der Stadt – ruhig, zufrieden, in ihrer eigenen Welt. Doch als ihre Tochter Clara die Wohnung verkaufen will, gerät alles ins Wanken. Statt ins Seniorenheim zu ziehen, stellt sich María Ángeles quer. Mit Witz, List und Herz kämpft sie um ihr Zuhause. Überraschend findet sie dabei neue Nähe, Lebenslust und eine Liebe, die sie längst verloren glaubte. (Verleih)

Die Schatzsuche im Blaumeisental

... ab 26. März in unserem Kinderprogramm in Saal 2!

(Le Secret des Mésanges)

FR 2025

Regie: Antoine Lanciaux

77 Min. FSK 0

Endlich Ferien! Die 9-jährige Lucie fährt allein aufs Land – zu ihrer Mutter Caro, die in ihrem Heimatdorf eine spannende Ausgrabung leitet. Doch zwischen Hügeln, Wäldern und einer echten Burgruine entdeckt Lucie mehr als frische Landluft: Ein altes Familiengeheimnis wartet auf sie! Gemeinsam mit ihrem neuen Freund Yann, der frechen Gans Zerbinette und zwei plaudernden Blaumeisen stürzt sie sich kopfüber in ein aufregendes Abenteuer. Vom dunklen Burgkeller bis zu einem verlassenen Wohnwagen am Waldrand steckt ihre Schatzsuche voller Rätsel und Überraschungen. (Verleih)

M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1931)

... nur am Sonntag, dem 29. März um 20:30 Uhr in Saal 2!

D 1931
Kriminalfilm.
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang
Produktion: Seymour Nebenzahl
Kamera: Fritz Arno Wagner
Schnitt: Paul Falkenberg
Besetzung: Peter Lorre, Inge Landgut, Ellen Widmann, Gustaf Gründgens, Friedrich Gnaß, Fritz Odemar, Paul Kemp, Theo Lingen, Otto Wernicke, Theodor Loos, Ernst Stahl-Nachbaur, Franz Stein u.a.
117 Minuten, s/w, FSK 12

Fritz Langs Krimiklassiker mit Peter Lorre als psychopathischem Kindermörder, der mit seinen Verbrechen eine Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Die Unterwelt fühlt sich durch die ständigen Polizeikontrollen gestört und bläst selbst zur Jagd auf den Mörder. Auf dem Dachboden eines Bürogebäudes spüren die Häscher ihn auf und stellen ihn vor ein Tribunal ... (filmportal.de)

Der Fall des Serienmörders Peter Kürten, auch bekannt als der „Vampir von Düsseldorf“, ist in die Handlung aufgenommen worden. Kürten wurde im Mai 1930, nach Fertigstellung des Drehbuchs, verhaftet; sein Prozess fand unter enormer Medienaufmerksamkeit statt. Drei Wochen nach dem Todesurteil hatte M Premiere. Der im Film hauptsächlich gesprochene Dialekt, die Stadtpläne im Kommissariat und im Konferenzraum des Ringvereins sowie Straßenwerbung für eine Berliner Tageszeitung weisen jedoch auf Berlin als Ort der Handlung hin. Außerdem spricht der Minister in einem Telefongespräch mit der Polizei davon, „[…], dass ein unbekannter Mörder viereinhalb Millionen Menschen terrorisiert“; damit konnte eindeutig nur Berlin gemeint sein, die damals drittgrößte Stadt der Welt. (Wkipedia)

„Langs erster Tonfilm gehört zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Verweise auf das gesellschaftliche Klima der Weimarer Republik am Vorabend des Nationalsozialismus sind augenfällig: Obrigkeit und Unterwelt erscheinen als gleichartige Organisationen, die den ‚Abartigen‘ im Namen des ‚gesunden Volksempfindens‘ gemeinsam zur Strecke bringen. Langs sarkastische Schilderungen von Menschenjagd und Massenhysterie sowie Peter Lorres geniale Interpretation des Mörders als Täter und Opfer zugleich wurden von den Nationalsozialisten später nicht ohne Grund als subversiv empfunden.“ (Lexikon des internationalen Films)

Les Misérables - Die Geschichte von Jean Valjean

... ab 2. April täglich in Saal 1!

FR 2025

(Jean Valjean)

Regie: Eric Besnard

Mit: Grégory Gadebois, Bernard Campan, Alexandra Lamy

98 Min. FSK N.N.

Wir schreiben das Jahr 1815: Nach neunzehn Jahren harter Arbeit, Gewalt und Leid für den Diebstahl eines Brotes wird Jean Valjean aus dem Gefängnis entlassen. Erfüllt von Wut und einem tiefen Gefühl der Ungerechtigkeit, ist er zu einem gefährlichen Mann geworden, der niemandem traut. Er irrt verzweifelt durch den Süden Frankreichs und sucht Unterschlupf in einem kleinen Dorf, wird aber immer wieder abgewiesen. Unwissentlich findet Jean Valjean Zuflucht und Gastfreundschaft im Haus von Bischof Bienvenu, der mit seiner Schwester und seiner Magd ein einfaches Leben führt. Jean Valjean ist überrascht vom herzlichen Empfang des Bischofs und seine inneren Dämonen beginnen nach und nach zu schwinden. Doch die Rachegefühle und die Vorurteile der Dorfbewohner lassen ihn nicht los. Wird er sich dennoch zu einem anderen Menschen wandeln können? Jean Valjean steht am Scheideweg seines Lebens.

Der französische Erfolgsregisseur Éric Besnard (DIE EINFACHEN DINGE, BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL) wagt sich mit LES MISÉRABLES – Die Geschichte von Jean Valjean mutig an Victor Hugos Monumentalwerk. Er zaubert aus den ersten 150 Seiten des Romans ein fulminantes Leinwanderlebnis über die Entstehung und Entwicklung des späteren Romanhelden und verbindet dabei kongenial die Sprache des 19. Jahrhunderts mit der des 21. Jahrhunderts. In erschütternden Rückblenden erzählt er, wie die Grausamkeiten im Gefängnis einen sensiblen Menschen in einen wütenden Mann verwandeln und konzentriert sich dann auf die Begegnung des Außenseiters mit einem gutherzigen Mann der Kirche. Dieses Treffen lenkt Jean Valjeans Leben in andere Bahnen. (Verleih)

Das Testament des Dr. Mabuse (1933)

... nur an Ostermontag (6. April) um 20:30 Uhr in Saal 2!

DE 1933
Kriminalfilm.
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Thea von Harbou
Produktion: Fritz Lang, Seymour Nebenzahl
Musik: Hans Erdmann
Kamera: Fritz Arno Wagner, Karl Vass
Schnitt: Lothar Wolff, Conrad von Molo
Besetzung: Rudolf Klein-Rogge, Otto Wernicke, Oscar Beregi Sr., Gustav Diessl, Wera Liessem, Theodor Loos, Karl Meixner, Klaus Pohl, Paul Henckels, Oskar Höcker, Georg John, Adolf E. Licho, Theo Lingen, Rudolf Schündler u.a.
115 Minuten, s/w, FSK 12

Elf Jahre nach seinem zweiteiligen Stummfilm "Dr. Mabuse, der Spieler" griff Fritz Lang nochmals auf die Gestalt jenes genialen Verbrechers zurück. Mabuse, der als Wahnsinniger in einer Heilanstalt lebt, verbreitet mit Hilfe des von ihm hypnotisierten Arztes Schrecken in der Welt. Nach seinem Tod wird der Arzt, der sich für seine Reinkarnation hält, von der Polizei zur Strecke gebracht; doch er entzieht sich der Staatsgewalt, indem er wahnsinnig wird. (filmdienst.de)

Joseph Goebbels vermerkte zu diesem Film in seinem Tagebuch: „Sehr aufregend. Aber kann nicht freigegeben werden. Anleitung zum Verbrechen.“ Er ließ den Film am 29. März 1933 verbieten. Der Film konnte zunächst nur in Österreich gezeigt werden. 

Die französische Fassung des Films "Le testament du Docteur Mabuse" (1932/1933) wurde simultan mit der deutschen Version gedreht. Die technische Mannschaft und ein Teil der Schauspieler wurden beibehalten. 

Als politisches Gleichnis für das Aufkommen des Faschismus umstritten, ist der Film ein spannend und suggestiv inszenierter Thriller von außergewöhnlich kreativer Gestaltung. Vor allem seine Experimente mit dem Ton und den Bauten sind bemerkenswert. (filmdienst.de)

Blinde Wut (Fury, 1936)

... nur am 12. April um 20:30 Uhr in Saal 2!

USA 1936
Film noir.
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Bartlett Cormack, Fritz Lang (nach der Geschichte von Norman Krasna)
Produktion: Joseph L. Mankiewicz
Musik: Franz Waxman
Kamera: Joseph Ruttenberg
Schnitt: Frank Sullivan
Besetzung: Sylvia Sidney, Spencer Tracy, Walter Abel, Bruce Cabot, Edward Ellis, Walter Brennan, Frank Albertson u.a. 
89 Minuten, s/w, FSK 12

Englischsprachiges Original mit englischen Untertiteln!

Ein Durchreisender, unterwegs zu seiner Braut, wird in einer Kleinstadt beinahe das Opfer von Massenhysterie und Lynchjustiz, weil er ein Kind entführt haben soll. Schwer verletzt rettet er sich und betreibt mit Hilfe seiner Brüder einen Prozeß gegen die Verantwortlichen. Seinen Haß gegen seine Peiniger kann er erst spät zügeln. (filmdienst.de)

Erster von Fritz Lang in Hollywood gedrehter Film nach seiner Emigration in die Vereinigten Staaten 1934.

Lang wollte ursprünglich einen Film über ein schwarzes Opfer eines Lynchmobs drehen. Dies wurde ihm von MGM jedoch nicht gestattet.

Oscarnominierung für Norman Krasna in der Kategorie "Beste Originalgeschichte".

"Eine vehemente, bis auf das versöhnliche Ende rigorose Attacke gegen soziale und psychologische Missstände, die die Verblendung der Massen verurteilt. Einerseits ein historisch zu verstehendes Thema, andererseits die "auktoriale" Variation eines für Lang typischen Stoffes, inszeniert in dichten, beklemmenden Szenen." (Lexikon des Internationalen Films)

Menschenjagd (Man Hunt, 1941)

... nur am 19. April um 20:30 Uhr in Saal 2!

USA 1941
Agentenfilm.
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Dudley Nichols
Produktion: Kenneth Macgowan
Musik: Alfred Newman
Kamera: Arthur C. Miller
Schnitt: Allen McNeil
Besetzung: Walter Pidgeon, Joan Bennett, George Sanders, John Carradine, Roddy McDowall u.a.
105 Minuten, s/w, FSK 16

Englischsprachiges Original mit englischen Untertiteln!

Ein in Bayern lebender englischer Großwildjäger bekommt per Zufall Hitler vor sein Visier, hat seine Waffe aber nicht geladen. Von einer Patrouille entdeckt, wird er verhaftet und soll zu dem Geständnis gezwungen werden, daß er im Auftrag der englischen Regierung handelte. Er weigert sich, überlebt den als Unfall arrangierten Mordversuch und kann fliehen. Im Zweiten Weltkrieg springt er über Deutschland ab, um seinen spielerischen Mordgedanken von einst zu realisieren. (filmdienst.de)

„Die Story ist natürlich erfunden, das aber sehr geschickt und logisch. […] Ein Fritz-Lang-Film von 1941: spannend inszeniert, mit teilweise beklemmend echter Atmosphäre, auch darstellerisch über dem Durchschnitt“. (Lexikon des Internationalen Films)

Ministerium der Angst (1944)

... nur am 26. April um 20:30 Uhr in Saal 2!

(Ministry of Fear)
USA 1944
Agentenfilm.
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Seton I. Miller (nach dem Roman von Graham Greene)
Produktion: Seton I. Miller
Musik: Victor Young
Kamera: Henry Sharp
Schnitt: Archie Marshek
Besetzung: Ray Milland, Marjorie Reynolds, Carl Esmond, Hillary Brooke, Percy Waram, Dan Duryea, Alan Napier, Erskine Sanford u.a.
83 Minuten, s/w, FSK 12

Deutsche Synchronfassung!

Der Insasse einer psychiatrischen Klinik - er hatte seiner kranken Frau Sterbehilfe geleistet - gerät nach der Entlassung in einen Ring von Nazispionen: in der Torte, die er bei einem Wohltätigkeitsfest gewonnen hat, ist ein Mikrofilm versteckt. (filmdienst.de)

Fritz Lang sagte dem Projekt zu, weil er den Autor Graham Greene, der die Romanvorlage schrieb, so sehr schätzte.

„Umsichtig inszenierter Antinazi- und Spionage-Thriller nach einem Graham-Greene-Roman, der, nachdem er zu Beginn in Hitchcock-Manier Verwirrung und Spannung geschaffen hat, stark abfällt und sich ein dickes Happy-End leistet. Das muntere, unterhaltsame Spiel entschädigt für die Pappmaché-Kulissen und mancherlei Klischees.“ (Lexikon des internationalen Films)