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In einem Land, das es nicht mehr gibt

... ab 6. Oktober täglich im Filmkunst 66!

Ostberlin, 1989: Kurz vor dem Abitur fliegt die 18-jährige Suzi von der Schule und muss sich als Facharbeiterin im Kabelwerk Oberspree bewähren. Auf dem Weg zur Arbeit wird sie zufällig fotografiert. Das Bild landet auf dem Cover des Modejournals SIBYLLE, und Suzi wird über Nacht zum Fotomodel. Das ist ihre Chance, dem sozialistischen Fabrikalltag doch noch zu entkommen und in die glamouröse Modewelt einzutauchen. Dort trifft sie auf den extravaganten Rudi, der mit Leidenschaft und Fantasie seine eigene Mode in der Underground-Szene erfindet, und auf den rebellischen Fotografen Coyote, dessen sinnliche Bilder alle verzaubern, aber trotzdem nicht gedruckt werden. Gemeinsam erleben die drei einen intensiven Sommer voller Freundschaft, Liebe und Solidarität, aber auch mit Geheimnissen, schmerzhaften Trennungen und Verrat...

Regisseurin Aelrun Goette wurde Ende der 80er Jahre selbst auf einer Straße in Ostberlin als Mannequin entdeckt. IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT basiert auf ihren Erinnerungen und anderen wahren Begebenheiten, die das Publikum in eine für viele völlig unbekannte Welt führt: die Modeszene der ehemaligen DDR. (Verleih)

Mein Freund der Pirat

... Kinderfilm des Monats (Special) nur am 10. Oktober um 14:30 Uhr im Filmkunst 661/2!

Der friedliche Alltag im beschaulichen Küstenort Sandberg wird plötzlich umgekrempelt, als die Piratenfamilie Donnermann mit ihrem Schiff vor Anker geht. Seit genau 12 Jahren, 7 Monaten und 3 Tagen sind Hector, seine Frau Betsie, Sohn Billy und der Großvater gemeinsam mit ihrem Octopus Freddy und dem Hai Roy auf der Flucht vor ihrem Erzrivalen Krillis. Als Billy auf die Welt kam, wollte Hector seiner Familie ein Leben in Frieden ermöglichen und sesshaft werden. Doch Krillis spürte sie immer wieder auf und die Donnermanns mussten erneut in See stechen. In Sandberg würden sie endlich eine neue Heimat finden – da ist sich Hector sicher.

Fernab von Raubzügen, den schnaps-durchtränkten Nächten und wilden Abenteuern stellt sich das allerdings für die Piraten in dieser behüteten Umgebung als schwieriges Unterfangen dar. Während sich die gleichaltrigen Nachbarskinder Michael und Elizabeth sofort mit Billy anfreunden und von ihm beim Schwertkampf- und Weitspuck-Training alles über das Piratenleben lernen, fragen sich einige besorgte Bürger, ob sich die wilden Piraten an die Grundsätze des nachbarschaftlichen Zusammenlebens – „Ruhe, Sauberkeit, Regelmäßigkeit“ – halten werden. (Kinderkinobüro)

Balentes - The Brave Ones

... im Rahmen des URANIUM Film Festivals: nur am 12. Oktober um 20:00 Uhr! In Anwesenheit der Regisseurin. Im Anschluss moderierte Diskussionsrunde…

Nach 15 Jahren Abwesenheit kehrt die sardische Anthropologin Lisa Camillo nach Sardinien, ihrer Heimatinsel zurück. Zu ihrem Entsetzen stellt sie fest, dass die NATO weite Teile ihrer Insel als Test- und Übungsgebiet für Uranwaffen nutzt, mit verheerenden Folgen für Bevölkerung und Tierwelt. Lisa Camillo reist durch Sardinien, um die Wahrheit aufzudecken und schließt sich dem Kampf der Sarden gegen den Einsatz der Uranwaffen an. "Balentes" ist Sardisch und bedeutet "tapferer Mann", jemand der nach sozialer Gerechtigkeit strebt und die Schwachen verteidigt. (Uranium Film Festival)

Was dein Herz dir sagt - Adieu, ihr Idioten!

... ausgezeichnet mit sieben Césars 2021 - darunter als "Bester Film" und für die "Beste Regie" ... ab 20. Oktober täglich im Filmkunst 66!

Als ihr ein Arzt schonungslos erklärt, wie wenig Lebenszeit ihr noch bleibt, ist die 43-jährige Suze Trappet (Virginie Efira) schnell aus dem Behandlungszimmer verschwunden. Sie beschließt, sich endlich auf die Suche nach ihrem Sohn zu machen, den sie als Jugendliche auf Druck ihrer Eltern weggeben musste. Auch der etwa 50-jährige Computernerd und Sicherheitsexperte JB (Albert Dupontel) bleibt nicht lange bei dem Chef sitzen, als er sich anhören muss, dass seine Behörde in Zukunft eher auf Jüngere setzt. Bei JB führt diese Aussage zu einer Kurzschlussreaktion. Er besorgt sich ein Gewehr und filmt mit seinem Computer, wie er seinem Leben ein Ende setzen will. Doch der Schuss geht buchstäblich nach hinten los, durchdringt die Bürowand und es bricht heilloses Chaos aus. Dieses Durcheinander nutzt Suze, die gerade im Nachbarbüro bei seinem Kollegen sitzt. Sie „kidnappt“ JB und macht ihm ein Angebot: wenn er sie bei ihrer Suche in der Behörde unterstützt, wird sie für ihn vor der Polizei entlasten. (Verleih)

Werner Herzog - Radical Dreamer

... ab 27. Oktober täglich im FK66!

Werner Herzog ist eine Ikone. Jedes Jahr wächst sein Ruhm. Viele Bilder seiner Filme sind heute Teil des kollektiven Gedächtnisses, um die Umstände seiner Produktionen ranken sich Mythen. Vor allem in Hollywood hat seine Person mittlerweile Kultstatus erlangt. Seine Bekanntheit verhilft ihm zu Rollen in Blockbustern, wo er wie selbstverständlich neben Tom Cruise („Jack Reacher“) oder jüngst in der „Star Wars“-Serie „The Mandalorian“ spielt – obwohl er sich selbst nicht als Schauspieler, sondern vielmehr als „Soldier of Cinema betrachtet.

Es ist eine Karriere gegen alle Wahrscheinlichkeit. Herzog spricht bis heute Englisch mit bayerischem Akzent. Seine Filme genießen zwar in Fachkreisen hohes Ansehen, sind jedoch keine Kassenerfolge für das breite Publikum. Und während er in seiner Wahlheimat USA zum Star aufgestiegen ist, tat und tut man sich ausgerechnet in seinem Geburtsland Deutschland schwer mit ihm. Hier gilt er weiter als Geheimtipp. Viele seiner Filme schafften es nie ins Kino.

Wie kommt es zu diesem erstaunlichen Werdegang und zu diesen Widersprüchen? Was macht Herzogs Filme so außergewöhnlich, dass sie auch nach Jahrzehnten weltweit einer neuen Generation von Regisseuren als wegweisend gilt? Und nicht zuletzt: Wer ist dieser Mann, bei dem bis heute Legende und Wahrheit verschwimmen? (Verleih)

Schweigend steht der Wald

... ab 27. Oktober täglich im Filmkunst 66!

Packender Thriller über eine Reise in die dunkle Vergangenheit eines Dorfes.

Als Forststudentin verschlägt es Anja Grimm (Henriette Confurius) ausgerechnet in jene entlegene Gegend im Oberpfälzer Wald, wo sie als achtjähriges Mädchen mit ihren Eltern Urlaub gemacht hat und ihr Vater spurlos verschwand. Kurz nach ihrer Ankunft passiert ein brutaler Mord. Schon bald erregt Anja mit ihrem Verdacht, dass der Täter etwas über das Schicksal ihres Vaters weiß, nicht nur bei den Dorfbewohnern Misstrauen und Feindseligkeit. Selbst die Polizei reagiert äußerst reserviert auf ihre Nachforschungen. Und als sich herausstellt, dass die junge Frau die Zeichen des Waldes lesen kann wie ein offenes Buch, mobilisieren sich Kräfte im Dorf, die scheinbar zu allem bereit sind. (Verleih)

The North Drift - Plastik in Strömen

...ab 27. Oktober in Einzelvorstellungen...

Eine deutsche Bierflasche, angeschwemmt auf einer zu Fuß unerreichbaren Insel der Lofoten im Nordpolarmeer. Wo kam die her? Etwa wirklich aus Deutschland? Oder war es doch ein durstiger Tourist, der nach genüsslichem Verzehr die Flasche anschließend im Ozean entsorgte? Leidenschaftlich verliebt in Norwegens schöne Landschaften, lässt dieses Thema den Filmemacher Steffen Krones auch zurück in seiner Heimatstadt Dresden nicht los. Sind die Flüsse Mitteleuropas mit dem Nordpolarmeer verbunden? Kann Müll tatsächlich so weit reisen?

Seine persönliche Neugier entwickelt sich zu einem wissenschaftlichen Experiment. Zusammen mit Freunden, Ingenieuren und renommierten Wissenschaftlern will Steffen die Reise des Plastikmülls von seiner Heimatstadt Dresden aus nachverfolgen. Sie bauen GPS-Bojen, welche sie in der Elbe aussetzen. Steffens Freund Kris begleitet das Experiment von Norwegen aus. Werden die Bojen tatsächlich irgendwo in der Arktis stranden? Werden die gewonnenen GPS-Daten die Vermutung bestätigen, dass es Verbindungen zwischen deutschen Flüssen und dem Polarkreis gibt? Der Film nimmt uns mit auf ein wissenschaftliches Abenteuer die Elbe hinab, über die Nordsee nach Norwegen und zeigt uns, dass dass wir alle Teil des Kreislaufs sind und jeder Einzelne die Macht hat, etwas zu verändern. (Verleih)

Menschliche Dinge

... ab 3. November täglich im Filmkunst 66!

Man könnte meinen, die Farels sind eine Familie wie aus dem Bilderbuch: Jean Farel ist ein prominenter Fernsehjournalist, seine Frau Claire eine Intellektuelle, bekannt für ihr feministisches Engagement, ihr gemeinsamer Sohn Alexandre ist gutaussehend, sportlich und studiert in Kalifornien an einer Eliteuni. Bis eines Tages die Polizei vor der Tür steht: Ausgerechnet die 16-jährige Tochter von Claires neuem Lebensgefährten hat Anzeige wegen Vergewaltigung gegen Alexandre erstattet. Die glanzvolle Fassade zeigt gefährliche Risse, und das Leben aller gerät aus den Fugen, "wegen eines Aktes von 20 Minuten" – ein Satz, für den Alexandres Vater einen Twitter-Shitstorm kassiert.

Wo fängt eine Vergewaltigung an? Was genau ist sexueller Konsens? Wo liegen die Grenzen von Lust? All das sind Fragen, die spätestens seit #MeToo dringend diskutiert werden müssen und in dem spannenden Thriller von Yvan Attal gestellt werden. Das atemberaubende Drama mit einer herausragenden Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman "Menschliche Dinge" und ist inspiriert von dem "Fall Stanford". (Verleih)

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior

... ab 10. November täglich im Filmkunst 66!

Als ihr Blick auf eine exklusive Haute-Couture-Robe von Christian Dior fällt, ist es um Ada Harris geschehen. Eigentlich ist Mode nicht das Ding der verwitweten Frau, die sich im London der 1950er-Jahre als Haushaltskraft über Wasser hält. Aber so etwas Schönes hat Ada noch nie gesehen. Sie beschließt, selbst ein solches Kleid besitzen zu müssen. Auch wenn das bedeutet, dass sie noch härter arbeiten und vielleicht auch hungern und dass ein bisschen Spielglück mithelfen muss, damit sie sich ihren Traum erfüllen und die Reise nach Paris antreten kann. In der Stadt der Liebe angekommen, geht das Abenteuer erst richtig los: Ganz so einfach, wie Ada dachte, ist es nämlich gar nicht, Zugang zum Hause Dior gewährt zu bekommen … (Verleih)

Ein Weihnachtsfest für Teddy

... ab 17. November täglich um 15:00 Uhr in unserem Kinderprogramm in Saal 2!

Teddy wünscht sich nichts sehnlicher, als eine Familie zu finden. Doch trifft er die richtige Wahl? EIN WEIHNACHTSFEST FÜR TEDDY von Regisseurin Andrea Eckerbom ist das neueste Familienabenteuer, das wie die internationalen Publikumserfolge „Plötzlich Santa“ und „Elise und das vergessene Weihnachtsfest“ im magischen Universum des norwegischen Schriftstellers Alf Prøysen spielt. (Verleih)