Die Nacht des Jägers (1955)
... nur am Pfingstmontag, 25. Mai um 20:30 Uhr!
(The Night of the Hunter)
USA 1955
Drama.
Regie: Charles Laughton
Drehbuch: James Agee, Charles Laughton (nach dem Roman von Davis Grubb)
Produktion: Paul Gregory
Musik: Walter Schumann
Kamera: Stanley Cortez
Schnitt: Robert Golden
Besetzung: Robert Mitchum, Shelley Winters, Lillian Gish, Billy Chapin, Sally Jane Bruce, James Gleason, Evelyn Varden, Don Beddoe, Peter Graves, Gloria Castillo u.a.
89 Minuten, Farbe, FSK 12
Deutsche Synchronfassung!
Die beiden unschuldigen Kinder eines hingerichteten Raubmörders werden von dessen Zellengenossen, einem wahnsinnigen Wanderprediger, der die Mutter auf der Suche nach der versteckten Beute ermordet hat, gequält und verfolgt. Eine alte Frau nimmt sich ihrer an und verteidigt die beiden mutig. (filmdienst.de)
Für Robert Mitchum wurden die Dreharbeiten nach eigenen Aussagen ein Horrortrip: Er identifizierte sich so sehr mit der Rolle und war dabei derart über sich selbst schockiert, dass er erst Jahre später in der Lage war, über den Film zu sprechen. Er bezeichnete Laughton jedoch als den besten Regisseur, mit dem er je gearbeitet habe.
Shelley Winters, die in den 1950er-Jahren eigentlich eine Hauptdarstellerin war, akzeptierte die relativ kleine Rolle der Mutter. Später nannte sie ihren Auftritt im Film wohl „die nachdenklichste und zurückhaltendste Darstellung, die ich je gegeben habe“.
Das französische Filmmagazin Cahiers du cinéma listete ihn 2008 hinter Orson Welles’ Citizen Kane auf dem zweiten Platz der besten Filme aller Zeiten.
Bei der renommierten, alle zehn Jahre stattfindenden Kritikerumfrage des britischen Filmmagazins Sight & Sound nach dem besten Film aller Zeiten wurde The Night of the Hunter im Jahr 2022 auf Platz 25 gewählt.
"Vom deutschen Expressionismus beeinflußt, arbeitet der Film mit suggestiven Licht- und Toneffekten und erzeugt so eine irreale, beklemmende, manchmal schockierende Atmosphäre. Laughton bezeichnete seine einzige Regiearbeit als 'albtraumhaftes Märchen'." (filmdienst.de)
„In seiner Sensibilität, seiner einfallsreichen und oft poetischen Kameraarbeit, seiner eindringlichen Filmmusik, seinem geschickten Einsatz von Hymnen und besonders in seiner ergreifenden, nervenzerreibenden Kraft, bildet er eine wichtige und denkwürdige Leistung.“ (Libraray Journal)
„Die Lokalitäten sind schrecklich ländlich, die Atmosphäre der Provinz ist intensiv, und Robert Mitchum spielt den mörderischen Geistlichen mit einer eisernen Gesalbtheit, dass einem der Schauer über den Rücken läuft. In seiner Figur ist mehr als Böswilligkeit und Gemeinheit. Da ist eine starke Spur von Freudscher Verirrung, Fanatismus und Schuld.“ (Bosley Crowther, New York Times vom 30.09.55)