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Vorschau

DAIDO MORIYAMA (OmU)

Seit jeher gilt sein größtes künstlerisches Interesse den Rändern der Gesellschaft, den Rotlichtvierteln, Seitenstraßen und bizarren Überlebenskünstlern, die diese bevölkern. Die Rede ist von Daidō Moriyama, einer Koryphäe der kunstvoll-stilistischen Fotografie, dem es immer um Authentizität geht. Und darum, Momente unverfälscht einzufangen. Die Doku „The Past is always new, the Future is always nostalgic“ gewährt einen sensiblen, akkuraten Blick auf Moriyama und sein Werk. Und erweitert das thematische Spektrum um ein spannendes Projekt, das die Neuauflage eines legendären Moriyama-Bildbandes zum Ziel hat. (programmkino.de)

...ab 28.10. in Einzelvorstellungen auch bei uns!

An Richard Wagner scheiden sich die Geister: Von den einen wird er verehrt, von den anderen zutiefst verabscheut. Der Dokumentarfilm "Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt" versucht der bis heute andauernde Verehrung des Komponisten auf den Grund zu gehen, jedoch nicht als "Biografie" oder musikwissenschaftliche Analyse, sondern indem er Verehrer, Fans und Musiker begleitet und befragt. Auch Katharina Wagner, die Ur-Enkelin des Komponisten, kommt dabei zu Wort. Zentrales Thema sind die Bayreuther Festspiele, eine Art Pilgerstätte, die jedes Jahr von Begeisterten aus aller Welt frequentiert wird. Der Film begleitet die Vorbereitungen des Festivals und gewährt Einblicke in eine vertraute Stadt zwischen Musikliebe und Geniekult, zwischen Leidenschaft, Politik und Probenarbeiten. Es geht dabei auch um die Frage, wie sich um einen derart umstrittenen Künstler eine so große und unbeirrbare Fangemeinde bilden konnte. Oder wie es eine Dirigentin mit Blick auf die zwar große, aber oftmals skeptisch beäugte "Randgruppe" der Wagner-Fans formuliert: "Wir sind das Heavy-Metal-Ende der Klassik". (filmportal.de) ... ab 28.10. in Einzelvorstellungen bei uns im Kino!

„Ein Meisterwerk. Léa Seydoux ist pures Feuer.“ Le Figaro

„Ein raffiniert gezeichnetes Bild vom Mitteleuropa der 1920er Jahre. Was man für eine stille Romanze halten könnte, ist in Wirklichkeit die epische, sinnliche und herzzerreißende Geschichte einer Ehe.“ Le Monde

„Ildikó Enyedis Arthouse-Juwel ist kunstvoll ausgestaltet und makellos geschliffen.“ The Wrap

„Die ungarische Filmemacherin erforscht die Beziehungen zwischen Mann und Frau mit Raffinesse und Poesie.“ Télérama

Jakob Störr, ein hartgesottener, niederländischer Schiffskapitän, schließt in einem Café eine Wette ab, die erste Frau zu heiraten, die das Lokal betritt. Nichtsahnend kommt die junge Lizzy zur Tür herein... Was nun folgt ist ein hochemotionales Ehedrama: Jakob weiß nicht, wie er mit der Schönheit und Unergründlichkeit seiner Frau umgehen soll und ist zwischen inniger Liebe und Misstrauen hin- und hergerissen. Lizzy, die sich ihrer subtilen Macht nur zu bewusst ist, ringt nicht weniger mit widerstreitenden Gefühlen. Leidenschaft, Missverständnis und Eifersucht nehmen ihren Lauf.

Nach ihrem Berlinale-Gewinner KÖRPER UND SEELE inszeniert die vielfach preisgekrönte ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi mit DIE GESCHICHTE MEINER FRAU erneut ein außergewöhnliches Liebesepos. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Milán Füst aus dem Jahr 1942, zeichnet der Film ein atmosphärisches Bild vom Europa der wilden 1920er-Jahre und erzählt in opulenten Bildern die ans Herz gehende, tiefgründige Geschichte eines ungewöhnlichen Paares, dessen Lebenswelten nicht unterschiedlicher sein könnten. (Verleih) ... ab 4.11. täglich bei uns!

England Mitte des 19. Jahrhunderts: Resigniert von der männlich-dominierten Wissenschaftswelt Londons, hat sich die einst gefeierte Paläontologin Mary (Kate Winslet) in ein Provinznest an der Küste im Südwesten Englands zurückgezogen. Dort hält sie sich und ihre von Krankheit gezeichnete Mutter (Gemma Jones) mühsam mit dem Verkauf von Fossilien an Touristen über Wasser. Deshalb kann Mary auch das lukrative Angebot eines wohlhabenden Kunden keinesfalls ausschlagen, der ihr seine schwermütige junge Ehefrau Charlotte (Saoirse Ronan) zur Erholung in Obhut geben will, um seine Studienreise ungestört fortsetzen zu können. Mary begegnet ihrem ungewollten Gast zunächst kühl und abweisend, bis Charlotte schwer erkrankt und Marys volle Aufmerksamkeit erfordert. Einhergehend mit Charlottes Genesung, gewinnt auch Mary langsam die Lebensfreude zurück, und ihre schroffe Fassade beginnt zu bröckeln. Aus den für beide unerwarteten Glücksgefühlen entwickelt sich bald leidenschaftliche Begierde, die alle gesellschaftlichen Konventionen ins Wanken bringt und den Lebensweg beider Frauen unwiderruflich verändern wird. (Verleih) ... ab 4. November 2021

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch (Albrecht Schuch) passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst (Jörg Schüttauf), der den neuen, deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der älteste Sohn, will lieber Schriftsteller werden. Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell. Schon sein erstes Stück wird verboten und bald fliegt er auch von der Filmhochschule. Als 1968 die sowjetischen Panzer durch Prag rollen, protestiert Brasch mit seiner Freundin Sanda (Ioana Jacob) und anderen Studenten in den Straßen Berlins – und rennt vor die Wand. Sein eigener Vater verrät ihn an die Stasi und schickt ihn damit ins Gefängnis. Auf Bewährung entlassen, arbeitet Brasch hart, liebt und leidet und schreibt über die Liebe, die Revolte und den Tod. Aber mit einem wie ihm kann man in der DDR nichts anfangen. Ohne Aussicht, gehört zu werden, verlässt Thomas mit der Frau, die er liebt (Jella Haase), die Heimat, die ihm keine war. Im Westen wird er bejubelt und seine Bücher werden Bestseller. Doch Brasch lässt sich nicht vereinnahmen. Er ist weit davon entfernt, Ruhe zu geben.(Verleih) ... ab 11.11. täglich bei uns!

ELISE UND DAS VERGESSENE WEIHNACHTSFEST

Der 24. Dezember kündigt sich an, und keiner ist in Feiertagsstimmung! Undenkbar, möchte man meinen. Doch in Andrea Eckerboms Familienfilm „Elise und das vergessene Weihnachtsfest“ passiert genau dies. Ausgehend von einer herrlich skurrilen Grundidee entwickelt sich ein charmantes Wintermärchen mit einer pfiffigen jungen Heldin, das Besinnlichkeit verströmt, ohne in weihnachtlichem Kitsch zu versinken. (programmkino.de) ... ab 11. November in unserem Kinderprogramm!

Nur am Europäischen Kinotag (Sonntag, 14.11.21) - voraussichtlich um 15:15 Uhr - im Filmkunst 66!

 

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte.

Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt.

Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

Nur am Europäischen Kinotag (Sonntag, 14.11.21) - voraussichtlich um 17:45 Uhr - im Filmkunst 66!

 

Frühling 1995: Nach der Auflösung der offenen Drogenszene in Zürich ziehen die elfjährige Mia und ihre Mutter Sandrine in ein verschlafenes Städtchen im Zürcher Oberland. Die anfängliche Idylle endet schnell als alte Freunde auftauchen und Sandrine rückfällig wird. Mia flüchtet sich in eine Traumwelt und schmiedet fantastische Pläne für ein Inselleben mit ihrer Mutter, fernab der Drogen. In einer neuen Freundesclique findet Mia bald eine Art Ersatzfamilie und immer mehr auch die Kraft, sich gegen ihre alles beherrschende Mutter aufzulehnen.

Nur am Europäischen Kinotag (Sonntag, 14.11.21) - voraussichtlich um 20:15 Uhr - im Filmkunst 66!


Er war der letzte Poet der Popkultur, der Womanizer mit der tiefen Stimme, der melancholische Songwriter, der ganze Generationen beeinflusste, rastlose Seele und schillernde Persönlichkeit zugleich. Leonard Cohen gilt als Jahrhunderttalent aller Zeiten. Der kanadische Regisseur Matt Bissonnette widmet den Liedern seines berühmten Landsmann, Dichter und Troubadour eine weitere Hommage. Dabei avancieren Cohens Song fast zur zweiten Hauptrolle seiner tiefsinnigen Groteske um den Mythos eines unwiderstehlichen Frauenhelden und lustvollen Trinkers. Der irische Schauspieler Gabriel Byrne meistert diese Rolle sehenswert.

...voraussichtlich ab 18.11. hier im Kino!

 

Pierre ist 25 Jahre alt, als er aus Wyoming zurückkehrt, um mit seiner Verlobten Claire den Hof seines Vaters in der französischen Heimat zu übernehmen. Der junge Landwirt strotzt nur so vor neuen Ideen und Tatendrang, wohingegen sein Vater Jacques nur schwer loslassen kann. Zwanzig Jahre später ist der Betrieb gewachsen und mit ihm die Familie. Doch die glücklichen Tage der gemeinsamen Hingabe für Hof und Land gehören bald der Vergangenheit an. Denn trotz aufopferungsvoller harter Arbeit bis hin zur Erschöpfung und der tatkräftigen Unterstützung von Claire und den beiden Kindern wachsen die Schulden – und mit ihnen Pierres Verzweiflung.

... nur am Montag, dem 22. November um 14:30 Uhr im Filmkunst 66!

 

Heimat ist da, wo wir aufwachsen oder uns dauerhaft niederlassen. Diese verändert und gestaltet der Mensch heute mehr als jedes Naturgesetz. „Heimat Natur“ ist eine bildgewaltige Reise durch die Natur unserer Heimat, von den Alpen im Süden bis an die Küsten und dem Wattenmeer von Nord- und Ostsee. Dazwischen liegt ein filmischer Streifzug durch dampfende Wälder, flirrende Moore, lilablühende Heiden und die Kulturlandschaften um unsere Dörfer und Städte. In außergewöhnlichen Bildern zeigt er die Natur von ihrer schönsten Seite und folgt Insekten, Weberknechten, Bibern, Geiern, aber auch Pilzen, deren Lebensräume zunehmend gefährdet sind. Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen machen verborgene Vorgänge sichtbar und sensibilisieren für die Komplexität und Schönheit der Natur vor unserer Haustür. Aufnahmen der heimischen Tierwelt aller Größen, vom Ameisenlöwen bis Wisent sowie noch nie zuvor gefilmter Arten wie die Schlangennadel in der Ostsee oder dem Scherenkanker in den Wäldern der Alpen, machen den Film zu einem cineastischen Naturerlebnis für die ganze Familie.

Im Herzen des Burgunds kämpft Nico als letzter Tierarzt in der Region für seine Praxis und seine Familie. Als sein Mentor und Kompagnon Michael verkündet, in Pension zu gehen, ahnt Nico, dass ihm ein nicht zu bewältigendes Arbeitspensum bevorsteht. Doch Michael tröstet ihn, seine Nichte Alexandra aus Paris soll seine Nachfolge übernehmen. Allerdings hat Alexandra gerade ihr Studium abgeschlossen und ganz andere Pläne. Sie ist äußerst begabt und liebevoll im Umgang mit Tieren, aber zu Menschen ausgesprochen abweisend und kühl. Ist sie überhaupt bereit, in das Dorf ihrer Kindheit zurückzukehren? Und wenn ja, kann Nico sie überzeugen zu bleiben?

Die berührende Komödie PLÖTZLICH AUFS LAND begeisterte rund eine Million Zuschauer in Frankreich. Denn mit viel Feingefühl erzählt sie durchaus realistisch vom Konflikt zwischen Stadt- und Landleben und den Problemen der Tierärzte in der Provinz. Clovis Cornac überzeugt als Tierarzt, der sich unermüdlich Tag und Nacht für seine vierbeinigen Patienten einsetzt und dabei kaum Zeit für seine Familie findet. An seiner Seite spielt Noémie Schmidt („Frühstück bei Monsieur Henri“), die gegen ihren Willen in das Dorf ihrer Kindheit zurückkehrt und zunächst keine große Hilfe ist.... ab 2. Dezember!

WEIHNACHTEN IM ZAUBEREULENWALD

... ab 2. Dezember in unserem Kinder- und Familienprogramm!

 

Estland ist nicht das erste Filmland, an das man denkt, wenn man sich auf den Weg ins Kino macht – zumindest dann, wenn es ein regulärer Besuch und kein Festival ist. Mit „Weihnachten im Zaubereulenwald“ gibt es nun aber einen herzallerliebsten Familienfilm, der zwar auch das Thema Weihnachten aufgreift, dies aber ohne religiösen Unterbau macht. Es geht um die Geschichte eines Mädchens, das erstmals seinen Großvater trifft, weil sein eigener Vater mit ihm nicht mehr sprechen will. Die ganze Familie versucht, einen Wald vor der Abholzung zu retten. (programmkino.de)

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