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Vorschau

Ein Film über das Wattenmeer. Was sich im ersten Moment wenig aufregend anhört, erweist sich in Pieter-Rim de Kroons Dokumentation „Der Atem des Meeres“ als spektakulärer Blick auf eine Natur- und Kulturlandschaft mitten in Europa. Ohne Kommentar, in sensationell scharfen, brillanten Bildern zeigt de Kroon das Watt und seine Bewohner zwischen den Niederlanden und Dänemark. (programmkino.de) ... ab 29. Juli in ausgwählten Vorstellungen hier im Kino!

Mit ihren Dokumentationen hat die Regisseurin und Drehbuchautorin Byambasuren Davaa schon international für Aufsehen gesorgt. Im Jahr 2005 hatte sie mit „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ weltweit Erfolg. Die deutsch-mongolische Ko-Produktion „Die Adern der Welt“ ist ihr erster Ausflug in den Spielfilmbereich. Sie erzählt von einer Welt, die langsam untergeht, von einem Jungen, der bei der mongolischen Version von „Das Supertalent“ mitmachen will, während sein Vater als Sprecher der Nomaden versucht, eine Bergbaugesellschaft vom Zerstören des Landes abzuhalten - bis die Familie ein schwerer Schicksalsschlag trifft und der Junge sich einer großen Aufgabe gegenüber sieht. Ein wundervoll authentischer Familienfilm aus der Mongolei mit traumhaft schönen Bildern. (programmkino.de) ...ab 29. Juli auch bei uns !

Was braucht eine junge Frau für eine erfolgreiche Zukunft? Paulette Van der Beck weiß es! Zusammen mit ihrer Schwägerin Gilberte und Schwester Marie-Thérèse führt sie Ende der 1960er-Jahre eine Haushaltsschule in der französischen Provinz. Die drei bringen ihren Schülerinnen bei, was sie als perfekte Gattinnen und Hausfrauen können müssen. Nur die Finanzen sind nichts für Paulette, so etwas ist schließlich Männersache. Das aber erweist sich als fatal, denn eines Tages muss sie feststellen, dass ihr Institut vor dem Ruin steht. Und als wäre das nicht genug, weht jetzt, im Mai 1968, plötzlich auch noch eine Brise aufständischer feministischer Ideen aus Paris Richtung Paulettes Schule, die ihre Schülerinnen bereitwillig aufgreifen. Was, wenn die perfekte Ehefrau endlich eine freie Frau wird? (Verleih) ... ab 5. August täglich hier im Kino! (Am Mittwoch, dem 11. August in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.)

Alice Guy-Blaché drehte 1896 im Alter von 23 Jahren ihren ersten Film – rund 1000 weitere sollten folgen, die sie als Regisseurin, Autorin, Produzentin oder Cutterin realisierte. Doch obwohl Guy-Blaché als erfinderische Pionierin Wegweisendes für das Kino geleistet hat, ist ihr Name kaum bekannt. Die minutiös recherchierte Doku „Be natural“ ändert dies. Der faktenreiche, detailliert umgesetzte Film beleuchtet das Talent einer emanzipierten Frau, die stets im Schatten früher Filmemacher wie den Lumières-Brüdern oder Georges Méliès stand. (programmkino.de) ... ab 5. August im englisch/französischen Original mit deutschem Voice-Over und deutschen Untertiteln!

Die Story Newport 1958, ein Sommertag. Zwei Ereignisse treffen aufeinander: Das Newport Jazz Festival und die Segelregatta America Cup. Mittendrin der Fotograf Bert Stern, weltbekannt durch seine Fotosession „Last Sitting“ mit Marilyn Monroe. Wie in seinen Bildern gelingt es Stern auch hier – in impressionistisch anmutenden Momentaufnahmen — die Persönlichkeiten der Porträtierten zu erfassen, seien es die Musikerinnen und Musiker auf der Bühne oder scheinbar willkürlich herausgegriffene Gesichter aus dem Publikum, in denen sich Lebensfreude, Entspannung und Entrückung spiegeln. Mit Chuck Berry, Louis Armstrong, Mahalia Jackson, Thelonious Monk, Dinah Washington u.v.a. (Verleih) ...ab 5. August in ausgewählten Vorstellungen.

 

Tagsüber arbeitet Jan (Toni Collette) in einem Supermarkt, abends hilft sie im Pub aus. Doch Jan will mehr von ihrem Leben. Sie kommt auf die Idee, Pferdezüchterin zu werden. Ihr Mann Brian (Owen Teale) erklärt sie zwar für verrückt, aber Jan lässt sich nicht beirren. Zusammen mit dem Buchhalter Howard (Damian Lewis) überzeugt sie einige Dorfbewohner, ein Syndikat zu gründen, um die Kosten für ein Pferd miteinander zu teilen. Schnell findet sich eine skurrile Gruppe, die Jans Traum wahr werden lässt, und schon bald wird ein Fohlen namens Dream Alliance geboren. Die britische Komödie erzählt die aufrichtige wie unterhaltsame Geschichte von Underdogs, die zu Siegern werden. Gemeinsam teilen sie einen Traum, der sie aus ihrem tristen Leben reißen soll. „Dream Horse“ beruht auf der unglaublichen, aber wahren Geschichte der walisischen Pferdezüchterin Jan Vokes und ihrem Überraschungssieger Dream Alliance. (Verleih) ... ab 12. August hier im Kino!

Autorin und Regisseurin Franziska Stünkel hat sich mit „Nahschuss“ eines Stücks deutsch-deutscher Geschichte angenommen, das so bekannt nicht ist. Sie hat die Geschichte eines Mannes fiktionalisiert, der unversehens für die Staatssicherheit der DDR tätig wird, aber an diesem System zerbricht, sie basiert aber schon auf realen Hintergründen – dem Leben von Dr. Werner Teske, der 1981 der letzte Mensch in der DDR war, der zur Todesstrafe verurteilt wurde. Sehenswert - nicht nur wegen Lars Eidingers intensiver Darstellung der Hauptfigur! (programmkino.de) ... ab 12. August täglich im Programm!

GUNDA ist Kino pur. Der Film zeigt das Leben eines Hausschweins, einer Hühnerschar und einer Rinderherde mit meisterhafter Intensität. In herausragenden Schwarz-Weiß-Bildern begegnet Regisseur Victor Kossakovsky den tierischen Bewohnern auf einem kleinen Bauernhof auf Augenhöhe und erzählt sie als Geschöpfe mit eigener Wahrnehmung, eigenem Empfinden und eigenen Gewohnheiten – eine meditative Reise in das Leben seiner Protagonisten und ihren Kosmos mit seinem ganz eigenen Raum- und Zeitgefüge.
GUNDA ermöglicht uns, über das Geheimnis tierischen Bewusstseins nachzudenken und darüber, welche Rolle wir Menschen dabei spielen: ein poetisches Plädoyer für das Recht auf Leben der Lebewesen, die wir sonst nur als „Nutztiere“ wahrnehmen. Der richtige Film zur richtigen Zeit. (Verleih) ... ab 19. August auch bei uns!

 

 

Jeder Mensch, der ein Herz fürs Kino hat, wird diesen Film lieben! Und dafür gibt es mehr als einen Grund. Die Geschichte von Helmut Göldner, der seit 60 Jahren mit einer transportablen 35-mm-Maschine durch die mitteldeutsche Provinz tourt und Kinofeeling in die kleinsten Dörfer bringt, ist eine Hymne ans Kino und damit an das Leben, das – wie wir alle wissen – ohne das Kino kaum lebenswert ist. Und darüber hinaus aber auch das herrlich augenzwinkernde Porträt eines sympathischen Mannes. Das macht viel Spaß und bringt Hoffnung, aber auch eine große Portion Lebensfreude auf die Leinwand - genau das richtige Rezept für diese wirren Zeiten! (programmkino.de) ...nur am 25. August um 17:30 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Matthias Ditscherlein und mit anschließendem Publikumsgespräch!

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